ForumHeilpaedagogik - Stiftung Conrado Kretz - Rundbriefe - Archiv 2010

Rundbrief Dezember 2010 (pdf 718KB)

 

Rundbrief März 2010

2009 das Jahr in dem Kurt Kretz 40 Jahre in Peru gewesen wäre!
2009 das Jahr in dem Marcos Degen 20 Jahre in Arapa ist!

Liebe Leserinnen und Leser
Liebe Freunde und Freundinnen der Stiftung Conrado Kretz Peru

Sehr lange mussten Sie auf Informationen aus dem Altiplano warten. Bitte entschuldigen Sie!

Nun werden wir gemeinsam mit Ihnen durch das Jahr 2009 gehen und aus den Projekten und unserer Arbeit informieren.

Vor 40 Jahren verliess Kurt Kretz die Schweiz Richtung Peru. 19 Jahre konnte er in den Südanden Peru`s wirken, bevor er im Oktober 1988 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam. Noch an seinem Grab versicherte uns Markus Degen, dass er das Werk gerne begleiten werde bis eine tragfähige Lösung gefunden sei. Nun – im Frühjahr 1989 sagte uns Markus Degen, dass er gerne definitiv in Arapa und Chupa bleiben möchte. Damit ermöglichte er eine, für die Campesinos segensreiche, Weiterentwicklung.

All die Jahre haben Sie uns, liebe Leserinnen und Leser, die Treue gehalten. Dafür ganz herzlichen Dank.

Eine grosse Anzahl von Freunden feierten am 30.12.08 den Geburtstag von Marcos Degen – eine machvolle Demonstration der Verbundenheit.

Auf Verleumdungen eines Radiojournalisten reagierte die Bevölkerung zu Tausenden mit einer eindrücklichen Demonstration zu Gunsten ihres „Padre Marcos“

Ein Rückblick auf das ereignisreiche Jahr 2009

Wir werden Ihnen über die wichtigsten Ereignisse des vergangenen Jahres berichten und Sie auch über Perspektiven und Aktivitäten des begonnenen Jahres informieren.

Peru, die globale Finanzkrise und die Armut

Während die meisten Länder der Welt die globale Finanzkrise zu spüren bekamen, rühmt sich die Regierung von Peru, das einzige Land Lateinamerikas zu sein, das dieses Jahr ein Wirtschaftswachstum von 1% zu verzeichnen hat (letztes Jahr waren es 9%, also kommt Peru auch nicht ungeschoren davon). Für das Jahr 2010 sagt der Finanzminister ein erneutes Wachstum bis 5% voraus und das dank der hohen Preise der Bodenschätze (der Staatshaushalt von Peru wird zu 50% von den Einnahmen aus Bodenschätzen und Fischmehl finanziert). Davon merkt allerdings das breite Volk recht wenig. Die gerechte Verteilung der Güter ist ein wunder Punkt in Peru und nicht nur in Peru.

Über 30% der peruanischen Bevölkerung, vor allem die Landbevölkerung in den Anden, wird vom nationalen Institut für Statistik als arm eingeschätzt. Allein für Nahrung sollte jede Person pro Monat 100 Franken zur Verfügung haben. Wer das nicht hat, gilt in Peru als armer Mensch.

Medio Ambiente (Schutz der Umwelt)


Hier waschen die Campesinas die Kleider – was bleibt ist Unrat

Die globale Sorge um eine gesunde Umwelt, saubere Luft, sauberes Wasser und eine giftfreie Erde ist auch hier spürbar und wird immer grösser. Anderseits mangelt es an Personen, welche die Initiative ergreifen, um den Stein ins Rollen zu bringen. Wie schon so oft und an vielen Orten des Globus übernehmen Menschen der Kirche die Initiative. So auch wir. In Peru gibt es Unmengen von Mineralien, Gold, Silber, Kupfer, Blei, Uran, Eisen usw. Die Herausforderung für Peru ist es nun, diese Bodenschätze so zu fördern, dass die Umwelt nicht belastet und zerstört wird. Normalerweise werden die Mineralien mit Giftstoffen (Cianur, Quecksilber usw.) gewonnen. Es kam zu grossen Auseinandersetzungen zwischen den Urwald-bewohnern und der Polizei, bei denen mehrere Personen (Polizisten und Zivilisten) getötet wurden und dies nur, weil die Regierung über die Köpfe der Zivilbevölkerung hinweg Konzernen die Lizenz erteilte, im Urwald Erdöl und Edelhölzer auszu-beuten, grosse Flächen Urwald zu roden, um Getreide für Treibstoff anzubauen etc. ohne Rücksicht auf die Ureinwohner.


Offene Mülldeponie – Plastik überall

In Arapa züchten wir Bio-Forellen. Wir wollen nun den See und die Region zu einer „geschützten Zone“ (Naturschutzgebiet) erklären. Kaum hat das Ministerium für Umweltfragen davon Kenntnis er-halten, kam eine Delegation von Lima und hat uns alle Unterstützung angeboten. Es kamen Biologen, Soziologen und Techniker, um eine Bestandes-aufnahme zu machen. Wir sind nun daran, zusammen mit den Gemeindeverwaltungen von Arapa und Chupa, die Uferbewohner genauestens zu informieren und auszubilden, damit wir das Ziel einer gesunden Region erreichen. Das bringt u.a. mit sich, dass die Bauern nur noch Biodünger und Bioinsektizide anwenden dürfen.


Jugendliche demonstrieren für eine gesunde Umwelt

Festibiblia

http://www.festibiblia.org

Am 26.September 2009 fand hier in Arapa das wichtige Ereignis „FESTIBIBLIA“ statt. Es kamen rund 1'500 Jugendliche (43 Gruppen) aus ver-schiedenen Pfarreien des Bistums zu einem Wettbewerb.

Die Teilnehmenden mussten die Briefe des Hl. Paulus an die Römer und an die Galater lesen. Jede Gruppe präsentierte in 6 Disziplinen die Botschaft der Briefe.

  1. Inhalte der Briefe (100 Fragen)
  2. Gestaltung eines Bildes
  3. Gestaltung eines kurzen Theaterstücks
  4. Gestaltung eines Posters, Flyers
  5. Verfassen eines Gedichts zum Thema
  6. Bühnenpräsentation, Gesang (Videoclip)

Wir von der Pfarrei stellten die Infrastruktur zur Verfügung: Räumlichkeiten, Staffeleien, Mahlzeiten, Lautsprecher- und Videoanlage, sowie vieles Andere mehr.

Alles verlief ordnungsgemäss und in Ruhe, ohne irgendwelche Schwierigkeit. Die Teilnehmenden zeigten Können und Kreativität und haben die Frohbotschaft auf spannende Weise verkündet. Alles wurde auch in Bild und Ton festgehalten. Es war tatsächlich ein Fest der Bibel und eine bereichernde Begegnung der gläubigen Jugend des Altiplano von Puno. Es war dies das 4. Fest der Bibel. Nächstes Jahr wird es in Juliaca stattfinden. Die Schwestern der Mittelschule Santa Elena (Dominikanerinnen von Speyer) werden das nächste FESTIBIBLIA organisieren.


Schlussveranstaltung auf dem grossen Dorfplatz in Arapa

Entwicklungspläne der Sielungen

20 Siedlungen haben mit unserer Hilfe strategische Entwicklungspläne erarbeitet und publiziert. Die Bewohner haben alle Aspekte ihrer Umwelt analysiert und danach ein Bild ihrer Zukunft entworfen. Was können wir machen mit dem, was wir sind und haben? Was ist wichtig und notwendig? Es geht darum, dass die Leute selber ihre Zukunft entwerfen und dass nicht Institutionen von aussen ihnen vorschreiben oder vorschlagen, was zu tun sei. Emanzipation und Empowerment im besten Sinne. Nur allzu viele Projekte, die von ONGs (Nicht-Regierungs-Organisationen) realisiert wur-den, waren nicht erfolgreich, weil sich die Leute nicht damit identifizierten. Gerne haben sie das Geld entgegengenommen, aber als kein Geld mehr floss, endeten die Projekte in einem Fiasko.

Jetzt überarbeiten die Siedlungsbewohner ihre Statuten, um sie an die neuen Gesetze der Comunidades Campesinas anzupassen, die vom Staat verordnet wurden. Dazu kommen neue Gesetze über Wasserrechte. Wer hat das Recht über die Wasserquellen und über Bäche? Eine heisse Sache. Oft Grund zu Streit und Gewalt. Die Leute müssen aber bestens informiert sein um nicht betrogen zu werden. Wir helfen ihnen dabei.

Einige Siedlungen haben nun begonnen Biodünger herzustellen und Wurmzuchten einzurichten. Das Thema Umweltschutz ist gesetzt und wird aktuell und seriös angepackt.

Heilkräuter

In 4 Siedlungen werden, als Folge der Ent-wicklungspläne, verschiedene Hierbas Aromáticas in grösseren Mengen umweltverträglich angebaut. Im Moment verkaufen sie diese Heilkräuter frisch auf dem lokalen Markt. Das Ziel hingegen ist die Verarbeitung dieser Kräuter zu Salben, Tee in Beuteln, Sirup, Bonbons etc. Dazu wurde auch ein Beschäftigungsprogramm entwickelt, das 2010 den Schweizerischen Behörden vorgestellt wird – dies mit der Bitte um fachliche, technische und finanzielle Unterstützung. Wir werden in einem weiteren Rundbrief umfassender informieren.

Forellenzucht

Seit August 2009 erhalten wir nun eine finanzielle Unterstützung vom peruanischen Staat, um die Bio-Forellenzucht (die erste und einzige in Südamerika) zu erweitern. 240 Personen / Familien sind an diesem Projekt beteiligt. Der Staat bezahlt 1'600’000.00 Soles (rund CHF 580’000.00) und die 240 Mitglieder insgesamt S/.920’000.00 (rund CHF 333’000.00). Wir unterstützen die Produzenten auch mit günstigen Krediten zur Vorfinanzierung. Mit dem Ertrag (Fische) wird es ihnen auch möglich sein ihre Schulden zu begleichen. Wir wollen eine Jahresproduktion von 300 Tonnen frischer Bio Forellen verkaufen. Marketing ist gefragt!

Stiftung Pro Pauperibus

Wir haben eine peruanische Stiftung gegründet, die ihre Tätigkeit im Juni 2009 aufgenommen hat und vorerst Menschen in Not hilft. Eine Person wurde angestellt, um die Stiftung zu verwalten und alle Menschen, die Hilfe erhalten zu begleiten. Zurzeit sind es vor allem kranke Menschen und Studentinnen und Studenten an höheren Schulen aus ärmsten Verhältnissen, denen die Stiftung hilft. Vorgesehen ist ein Zentrum für Prävention und seelische Gesundheit in Juliaca. Dort wird eine Radiostation und eine Beratungsstelle eingerichtet werden. Das Zentrum soll ein niederschwelliges Angebot entwickeln um Menschen, die Gewalt erleiden, in tiefen psychischen Krisen stehen (Depressionen, Bourn out, Suchtkrankheit), alleinerziehenden Müttern und Müttern im Jugend-alter, Aidskranken usw. zu helfen. Beratung und Unterstützung in der Behandlung, sowie die Vermittlung von kompetenter Hilfe in Spitälern, Kliniken und Spezialinstituten werden zum Kerngeschäft dieser Pionierinstitution gehören. Auch über dieses neue Projekt werden wir Sie im Laufe des Jahres differenzierter informieren.


Pioniere des Zentrums für Prävention und seelische Gesundheit 

Kompetenzzentrum für Menschen mit Behinderung Sur Andino

Auch in diesem Jahr war die Schule für Kinder mit geistiger Behinderung ein Ort der stetigen fachlichen und infrastrukturellen Entwicklung. Es freut uns, dass wir von der Gemeinde Arapa ein angrenzendes Grundstück geschenkt bekommen haben. So können wir die dringenden Ausbauten planen und durchführen. Das Zentrum kann nun rollstuhlgängig erweitert werden und wird Platz für 30 Kinder und Jugendliche bieten. Ein Klein-bauernhof konnte ebenfalls realisiert werden. Auf diesem Hof, einen Steinwurf von der Schule entfernt, lernen die Kinder und Jugendlichen die Pflege von Kleintieren (Meerschweinchen, Hasen, Geflügel, Schweinen u.a.m.) sowie den Anbau von Gemüse und Nutzpflanzen. Damit erhalten sie eine Basisausbildung, die ihnen im Erwachsenenalter eine sinnvolle Beschäftigung ermöglichen soll.

Im August fand in Arapa die erste Konferenz zu Fragen der Bildung und Entwicklung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung statt. Die Konferenz war ein grosser Erfolg, nahmen doch mehr als 70 Fachpersonen aus dem ganzen Departement Puno, sowie Vertreter des Bildungs-departement, teil. Unter dem Thema: „Comunicando experiencias“ referierten Markus Eberhard zum Thema: “Pedagogìa actual con ninos con défizit intelectual y Multidiscapacidad” und Luciana Marantelli zu: “La educaciòn de los padres, con hijos discapacitados a temprana edad”.

Die Veranstaltung wurde ergänzt durch Erfahrungsberichte unserer Mitarbeitenden zu Aufgabe und Funktion des Zentrums, sowie zur pädagogischen Gestaltung von Gemeinschafts-spielen. Der Bericht des Verantwortlichen des Erziehungsdepartementes zeigte den grossen Entwicklungsbedarf der Region in Fragen der Bildung und Lebensgestaltung von Kindern und Jugendlichen auf.

Fachliche Hilfe und Unterstützung erhielt das Zentrum im Laufe des Jahres von Frau Iren Schrama (1 Monat) und von Frau Brigitta Scheiwiller und Marianne Comtesse (6 Wochen). Sie unterstützten die Mitarbeitenden und führten sie in spezielle methodisch - didaktische Modelle der Behindertenpädagogik ein. Luciana Marantelli und Markus Eberhard leiteten die Mitarbeitenden in verschiedenen heilpädagogischen Workshops an und führten sie in aktuelle Tendenzen der Behindertenpädagogik ein. Besonders wichtig waren die verschiedenen Evaluationen und Kursangebote für die Eltern der Kinder und Jugendlichen. Sie waren bis zur Realisierung des Zentrums sehr alleingelassen, vergessen und auf sich selbst angewiesen.


Zu einem Bildungstag mit den Eltern gehört auch ein Mittagessen

Das Projekt wurde kontinuierlich evaluiert und modifiziert und wir sind sehr stolz darauf, dass wir von der Interkantonalen Hochschule für Heilpäda-gogik, Zürich HfH, tatkräftig unterstützt werden. Der Erweiterungsbau ist nun voll im Gange und wir werden Sie auch dazu auf dem Laufenden halten.

Als neue Idee steht die Schaffung einer Stelle für die berufliche Integration von Menschen mit Behinderung in den Arbeitsmarkt in Planung. Wir hoffen, dies im neuen Jahr realisieren zu können.


Durch dieses Tor würden auch die Kinder des Dorfes gerne gehen

Technikum in Chupa 

Das Technikum, das vor bald 20 Jahren in Angriff genommen wurde, konnte am 9. August feierlich eröffnet werden. 40 Studierende konnten den 3-jährigen Studiengang zum IT Spezialisten in Angriff nehmen. Der Anfang ist nun gemacht und das Technikum verfügt, dank Ihrer Unterstützung über eine leistungsfähige, moderne IT Infrastruktur. Die ersten 2 Semester sind vorbei und bereits nehmen 40 neue Studierende ihr Studium in IT auf. Als weiteren Schritt ist ein Ausbau in Richtung Business Administration und Buchhaltung geplant. Im Jahre 2010 werden auch in diesem Bereich erste Studierende ihr Studium aufnehmen. Wir sind stolz und glücklich, dass dieses Projekt nun Wirklichkeit geworden ist.


Zu jeder Einweihung gehört ein Fest – Studierende präsentieren Volkstänze

Das Technikum hat auch den Auftrag eine Internetplattform zu entwickeln, die in der Lage ist, den Produzenten von wertvollen ökologischen Produkten (Fische, Alpakaprodukte, Honig, Heilkräuter u.a.m.) der Südanden national und weltweit zu vermarkten. Angesichts der Globalisierung sind wir der Überzeugung, dass nur der Einsatz von Informationstechnologien die Wirtschaft der Südanden nachhaltig entwickeln kann. Die Zeiten der geschützten Märkte werden wohl endgültig der Vergangenheit angehören. Für Sie als Konsument und Endverbraucher entsteht eine direkte Brücke zu den Produzenten. Dies fördert die Nachhaltigkeit der Entwicklung und wird die Sicherheit der Arbeitsplätze für die nächsten Jahrzehnte garantieren. Die Anbieter dieser Internetplattform müssen nachweisen, dass die Produzenten gerecht entlöhnt werden und dass die Vorschriften für menschenwürdige Arbeitsbedingungen eingehalten werden.

Hochsicherheitsgefängnis Yanamayo

Wie Sie ja wissen sind wir seit Jahren im Gefängnis engagiert, unsere Leute (Rechtsanwälte und Sozialarbeiter) unterstützen die Gefangenen bei ihrem Aufenthalt und ihrer Rehabilitation, damit die Gefangenen nach ihrer Freilassung nicht im wörtlichen Sinn „auf der Strasse stehen“. Das Gefängnis bekam von ausländischen ONGs moderne Holzverarbeitungsmaschinen geschenkt. Diese motteten vor sich hin im Zollgebäude von Lima, konnten nicht benützt werden, da ein Werkstattgebäude fehlte. Die Stiftung Conrado Kretz hat bereits vor Jahren versprochen die Kosten für das Dach zu übernehmen. Nun wurde, nach vielen Verhandlungen eine Lösung gefunden. Das Werkstattgebäude konnte gebaut und in diesen Tagen eingeweiht werden. Die Gefangenen können nun während ihres Aufenthaltes eine berufliche Ausbildung absolvieren. Zusammen mit unsern Angeboten von kostenloser Beratung und Eingliederungshilfe wird dies die Rückfallquote deutlich senken.

Entwicklung in der Schweiz

Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass die Tienda Peru, deren Führung, nach dem Tod von Lisi Eberhard, in verdankenswerter Weise von Susi Sieber übernommen wurde, so nicht mehr zu verantworten ist. Der Rückgang der Kunden und der Verkaufszahlen rechtfertigten eine Weiter-führung des Verkaufsladens nicht mehr. Das Sortiment schrumpfte zunehmend und auch mit der Einführung von farbigen Alpakaartikeln konnte der Rückgang des Umsatzes nicht mehr aufgehalten werden. Waren wir vor 35 Jahren noch fast die Einzigen die Wollprodukte aus unsern Werkstätten in Choco und Huatasani produzierten und importierten, machen sich heute auch in der Schweiz peruanische Billigprodukte breit. Wir danken Susi Sieber und ihrem Team für den jahrelangen unermüdlichen Einsatz zugunsten der Produzentinnen der Produkte. Sie werden, bis zur Einführung einer Internetplattform für die öko-logischen Produzenten der Südanden, die Ver-bindung zu den Mitarbeitenden der Woll-verarbeitung in Arapa sicherstellen.

Sie können unsere Alpacaprodukte weiterhin bestellen bei: „Campesinas“ Susi Sieber, Flurstrasse 10, 9443 Widnau, 071 722 76 41 oder campesinas(at)bluewin.ch.

Im Laufe des vergangenen Jahres haben die Stiftungsräte Rita Frei, Johannes Kühnis und Bruno Sieber ihre Stiftungsratssitze zur Verfügung gestellt. Johannes Kühnis war seit der Gründung Mitglied des Stiftungsrates und hat mit seiner Arbeit als Aktuar einen wichtigen Beitrag geleistet, dies gilt auch für die beiden Stiftungsräte Rita Frei, sie engagierte sich seit dem Tod von Hans Eberhard in der Administration der Stiftung und Bruno Sieber, der seit dem Ausscheiden von Lisi Eberhard, als Geschäftsführerin, die Buchhaltung sichergestellt hat. Ihnen gebührt ein grosses Dankeschön für ihr Engagement zugunsten der Bevölkerung der Südanden. Ohne ihren substantiellen Beitrag hätte die Stiftung ihre Wirkung in den „Jahren nach Lisi Eberhard“ nicht in dieser Art entfalten können.

Es ist uns nach intensiver Suche gelungen hochkompetente Nachfolger als Stiftungsräte zu gewinnen.

In Dr. med. Vincent da Silva konnte ein sehr erfahrener Kinderneurologe gefunden werden. Herr Da Silva ist sehr engagiert in der medizinischen Entwicklungszusammenarbeit in Afrika. Siehe auch: http://www.med-support.ch. Seine Erfahrungen und seine Verbindungen werden uns auch auf dem Altiplano sehr von Nutzen sein.

Herr Peter Pfister, der die Situation in Südamerika von verschiedensten Projekten her kennt, hat uns ebenfalls seine Mitarbeit zugesagt. Seine Kenntnisse in verschiedensten Bereichen werden uns sehr von Nutzen sein. Unsere Projekte kennt er aus eigener Anschauung und freut sich auf eine Zusammenarbeit zur nachhaltigen Entwicklung der Region der Südanden. Siehe auch: http://www.nrs-team.ch.

Und mit Josef-Anton Kuonen konnte ein grosser Kenner Perus und der Südanden gefunden werden. Herr Kuonen betreibt die grösste Alpakazucht in der Schweiz im Nebenamt, als Wirtschaftsförderer und Raumplaner im Oberwallis verfügt er über grosses Wissen in der Entwicklung von Bergregionen. In Peru arbeitet er unter anderem bis 2010 als Lehrbeauftragter der Universität Cuzco. Seine ausgezeichneten politischen Verbindungen in der Schweiz und in Peru werden für die nächste Wegstrecke der Stiftung Conrado Kretz von Bedeutung sein. Siehe auch: http://www.swiss-alpacas.ch

Wir heissen die neuen Stiftungsräte herzlich willkommen und freuen uns auf eine kompetente Zusammenarbeit im Stiftungsrat.

Wir wünschen Ihnen Allen eine gute Zeit – frohe Ostern und bedanken uns ganz herzlich für Ihre Treue und verbleiben mit herzlichen Grüssen

Markus Eberhard
Präsident der Stiftung Conrado Kretz Peru

Marcos Degen
Präsident der Stiftung PRO PAUPERIBUS