Südamerika ist Corona-Epizentrum – Stiftung Conrado Kretz hilft

Südamerika gilt aktuell als Epizentrum des Corona-Virus. Nach Brasilien am stärksten betroffen ist Peru, wo es aktuell knapp 120’000 bestätigte Fälle gibt. Die peruanische Regierung nimmt das Virus sehr ernst. Unter den Ausgangsbeschränkungen leidet die Bevölkerung.

Um das Corona-Virus im Land einzudämmen, hat die peruanische Regierung am 16. März einen kompletten Lockdown angeordnet. Seit Mitte März gilt in Peru eine Ausgangssperre. So darf bis heute ab 20 Uhr Abends niemand mehr aus dem Haus, ohne einen Grund vorweisen zu können. Kinder durften in den vergangenen Wochen die Häuser ebenfalls nicht mehr verlassen. Seit Montag, 18. Mai, dürfen sie in Begleitung eines Erwachsenen wieder täglich 30 Minuten nach draussen, aber sich nicht weiter als 500 Meter von Wohnort entfernen. Die Polizei kontrolliert die Menschen strikt und setzt die Massnahmen nötigenfalls mit Gewalt durch.

Aufgrund der Corona-Massnahmen haben viele Menschen in Peru ihre Arbeit verloren. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung arbeitet im sogenannten informellen Sektor – beispielsweise als Händler auf der Strasse. Alle diese Personen haben zurzeit keine Arbeit. Kurzarbeitsentschädigungen wie in der Schweiz gibt es in Peru nicht. Deshalb breitet sich der Hunger im Land aus. Truchas Arapas, die von der Stiftung Conrado Kretz geförderte Fischzucht-Unternehmen am Arapasee, verteilt deshalb in Zusammenarbeit mit Hilfsorganisationen weiterhin Fische an Bedürftige, beispielsweise in Armenvierteln in Lima. Die Not wie auch die Dankbarkeit sind gross, wie das Zitat einer beschenkten Mutter zeigt: „Wir haben schon so lange mehr kein Fisch gegessen, geschweige denn andere proteinhaltige Lebensmittel.“ Die Arapa-Forellen stillen in dieser Situation nicht nur den Hunger, sondern bringen auch Hoffnung in die betroffenen Familien.

Einen Einblick in die Situation gibt auch ein Tagesschau-Beitrag des deutschen Fernsehens.

Verschiedene Organisationen aus der Schweiz setzen sich aktuell dafür ein, in Peru so gut es geht zu helfen. So steht der Stiftungsrat in engem Kontakt mit der Schweizerischen Handelskammer in Peru.

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