Stiftung Conrado Kretz

Würde und Begleitung im Alter

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Über das Projekt

Einsamkeit, Armut und fehlende medizinische Versorgung prägen den Alltag vieler älterer Menschen in den abgelegenen Weilern rund um Arapa. Oft leben sie allein in einfachen Lehmhäusern. Angehörige wohnen weit entfernt oder haben die Region längst verlassen, um in den grossen Städten Arbeit zu finden. Für viele ältere Menschen bedeutet dies ein Leben ohne regelmässige Unterstützung und ohne soziale Kontakte.

Genau hier setzt das Projekt «Otoño con Dignidad» an. Seit einem Jahr besuchen die beiden Mitarbeiterinnen Neri und Margot regelmässig 40 ältere und besonders hilfsbedürftige Menschen. Selbst bei Regen, Kälte oder schwierigen Wegverhältnissen machen sie sich auf den Weg in die verstreuten Bergweiler. Sie bringen Lebensmittel, helfen bei der Körperpflege, unterstützen im Haushalt und begleiten Menschen bei gesundheitlichen Problemen.

Besonders berührend war die Begegnung mit Señora Cristina. Die ältere Frau lebt alleine in einem kleinen Adobe-Haus ausserhalb von Arapa. Als die Mitarbeiterinnen sie erstmals besuchten, waren ihre Lebensbedingungen äusserst schwierig. Über Monate hinweg entstand ein Vertrauensverhältnis, das schliesslich erlaubte, gemeinsam ihr Zuhause aufzuräumen und neu zu organisieren. Ein Bett mit Matratze, warme Decken und mehr Ordnung im Wohnraum haben ihren Alltag spürbar verbessert.

Doch die grösste Veränderung ist nicht materieller Natur. Für viele ältere Menschen sind die Besuche von Neri und Margot der wichtigste soziale Kontakt überhaupt. Die Gespräche in ihrer Muttersprache Quechua, die gemeinsame Zeit und die Gewissheit, nicht vergessen zu sein, schenken ihnen neue Lebensfreude und Würde.

Gerade in einer Region, in der Altersheime praktisch nicht existieren, ermöglicht dieses Projekt den Menschen, weiterhin in ihrem vertrauten Zuhause leben zu können.

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